Automate 2026 in Chicago eröffnet: Humanoide Roboter und Industrie-KI prägen die Zukunft der Fertigung
22. Juni, Chicago – Auf der McCormick Place in Chicago hat heute die Automate 2026 begonnen, Nordamerikas größte Fachmesse für Industrierobotik und Automatisierung. Veranstaltet von der Branchenvereinigung A3 läuft die Messe bis zum 25. Juni unter dem Motto „Transforming Manufacturing Through Automation“. Mit zwei vollen Ausstellungshallen, mehr als 1.000 Ausstellern und einer erwarteten Besucherzahl von 50.000 Fachkräften aus der Fertigungsindustrie erreicht die diesjährige Ausgabe eine neue Rekordgröße.
Das zentrale Highlight der Messe ist ein von NVIDIA gesponserter Sonderbereich für humanoide Roboter, ergänzt um ein Fachforum zur industriellen Anwendung dieser Geräte. Viele Hersteller präsentieren marktreife humanoide Roboter, die Montagearbeiten, Materialtransport und Anlageninspektionen in flexiblen Fabriken übernehmen. Ausgestattet mit Echtzeit-3D-Sensorik und Kraftregelung können sie wechselnde Werkstücke erkennen und sich ohne aufwendige Einarbeitung an neue Aufgaben anpassen.
Künstliche Intelligenz für die Fabrik steht ebenfalls im Mittelpunkt der Präsentationen. Große Hersteller wie FANUC, Siemens, ABB, KUKA und Bosch Rexroth zeigen KI-gesteuerte Roboter, virtuelle Inbetriebnahme per Digital Twin sowie Systeme zur vorausschauenden Wartung. Diese Lösungen minimieren Ausfallzeiten, verkürzen die Einrichtung neuer Produktionslinien und verbessern die Effizienz bei der Fertigung von Automobilteilen, Medizingeräten, Elektronik und Logistikprodukten.
Neben den etablierten internationalen Topmarken ist in diesem Jahr eine deutlich gewachsene Ausstellergruppe aus China vertreten. Anbieter von kollaborativen Robotern, fahrerlosen Transportfahrzeugen AMR, Servoantrieben und Motion-Control-Komponenten stellen kosteneffiziente, robuste Automatisierungslösungen für den nordamerikanischen Markt vor und treten verstärkt mit Systemintegratoren und Fertigungsbetrieben in Kontakt.
Zusätzlich zu den Ausstellungsständen gibt es mehr als 140 Fachvorträge sowie Live-Demonstrationen von Roboterarbeitsplätzen. Experten diskutieren über die Auswirkungen von Automatisierung auf den Arbeitsmarkt, die Optimierung globaler Lieferketten sowie Sicherheitsstandards für die Mensch-Roboter-Kollaboration.
Jeff Burnstein, Präsident von A3, betonte in seiner Eröffnungsrede: „Nordamerikas Fertigungsbranche leidet unter einem anhaltenden Mangel an qualifizierten Arbeitskräften. Automatisierung, Robotik und industrielle KI sind nicht mehr nur eine Option zur Optimierung, sondern eine Notwendigkeit für das Überleben vieler Unternehmen.“
Die Messe Automate 2026 zeigt klar die zentralen Trends der Branche: die enge Verzahnung von industriellen Großmodellen und Robotik, die beschleunigte kommerzielle Nutzung humanoider Roboter sowie eine zunehmende globale Konkurrenz auf dem Automatisierungsmarkt. Bis zum 25. Juni werden zahlreiche Weltneuheiten vorgestellt und internationale Kooperationen zwischen Herstellern und Vertriebspartnern angebahnt.
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